Die Große Tierwanderung

„Das Auge vergisst nie, was das Herz gesehen hat.“

Die Große Tierwanderung (The Great Migration) zählt zu den eindrucksvollsten Naturschauspielen unseres Planeten. Jedes Jahr ziehen mehr als zwei Millionen Gnus sowie Hunderttausende Zebras und Antilopen durch die weiten Ebenen der Serengeti und der Masai Mara – immer auf der Suche nach frischem Gras und Wasser.


Die riesigen Herden halten sich das ganze Jahr über im Serengeti-Mara-Ökosystem auf und verbringen dabei rund zwölf Monate in Tansania. Je nach Jahreszeit ziehen sie durch die verschiedenen Regionen der Serengeti. Zwischen Mitte Juli und Mitte September überqueren viele Herden den Mara-Fluss in Richtung Kenia und später wieder zurück nach Tansania – ein spektakuläres Schauspiel, das zu den Höhepunkten der Migration zählt. Die Reise beginnt in der südlichen Serengeti, wo die Tiere ihre Kälber zur Welt bringen. Mit Beginn der Trockenzeit setzen sich die Herden in Bewegung und folgen ihrem uralten Instinkt nach Norden. Auf ihrem Weg legen sie gewaltige Distanzen zurück, überqueren Flüsse und trotzen zahlreichen Gefahren.

Zu den spektakulärsten Momenten gehört die Überquerung des Mara-Flusses. Tausende Tiere sammeln sich am Ufer, bevor sie den mutigen Sprung ins Wasser wagen. Dort lauern gewaltige Nilkrokodile, während Löwen, Leoparden und andere Raubtiere geduldig auf ihre Gelegenheit warten. Hier zeigt sich die Natur in ihrer ganzen Schönheit – und zugleich in ihrer ganzen Härte. Für Naturliebhaber, Fotografen und Abenteurer ist die Große Tierwanderung ein unvergessliches Erlebnis. Ganz gleich zu welcher Jahreszeit – die Migration bietet in Tansania jeden Monat faszinierende Beobachtungen. Wer zwischen Mitte Juli und Mitte September reist, hat zusätzlich die Chance, die berühmten Mara-Flussüberquerungen mitzuerleben.