Was macht Bhutan so besonders?

Es ist sein Reichtum und seine Vielfalt kombiniert mit jahrhundertealter Religion und Philosophie. Glaube und Legenden sind untrennbar von der Landschaft selbst. Deshalb ist es nicht überraschend, dass die Menschen an die Existenz des mystischen Yeti und den mystischen Blauen Bären glauben.

Ein Unerobertes Land
Es ist eine Frage des Stolzes der Bhutanesen, dass Ihr kleines Königreich nie kolonisiert wurde. Seine altertümliche Geschichte, welche eine Mischung aus mündlicher Weitergabe und klassischer Literatur ist, erzählt von einer weitreichend eigenständigen Bevölkerung, die mit der Außenwelt nur begrenzte Berührung hatte.
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Eine reichhaltige Kultur
Die bhutanesische Kultur und Literatur, die Handwerke, Zeremonien sowie die kulturellen Werte sind sehr reichhaltig. Die Tradition von feinen Künsten zeigt sich zum Beispiel in Produkten wie der legendären Thangka. Die traditionelle Zeichnung ist auch auf Klöstern und Häusern zu sehen, die die Architektur geschickt aufbessern.
Die Architektur ist auch ein wichtiges Merkmal von der bhutanesischen Identität. Die Kombination von ingenieurischem Geschick und ästhetischer Schönheit ist beispiellos in allen Strukturen. Von der massiven klösterlichen Festungen zu Brücken und Häusern.

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Ein Spirituelles Land
Genauso wie die Geschichte des Königreiches von religiösen Wahrzeichen geprägt wird, ist im alltäglichen Leben der Einfluss von Religion auf die Bevölkerung stets sichtbar. Bhutan ist ein spirituelles Land. Hunderte von heiligen Klöstern, Stupas, religiösen Einrichtungen, Gebetsfahnen und Gebetsmühlen liegen in der Landschaft verstreut und bieten eine starke Infrastruktur und Atmosphäre für die Lehren des lebendigen Glaubens.
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Die Menschen
Die Bevölkerung von Bhutan ist in vielerlei Hinsicht eine große Familie. Mehr als 90 Prozent der Menchen in spärlich bewohnten verstreuten Dörfen in dem schroffen Terrain des Himalayas beziehen ihren Lebensunterhalt mit landwirtschaftlichen Tätigkeiten. Reis ist Grundnahrungsmittel in den Niederungen. Weizen, Buchweizen und Mais sind Grundnahrungsmittel in den anderen Tälern. Die Menschen bewirtschaften Terrassen die in die steilen Gefälle der Hügel geschnitten sind.
Die Bhutanesen sind von Natur aus körperlich starke Menschen und bewusst unabhängig mit einem offenen und bereiten Sinn für Humor. Gastfreundlichkeit ist ein Wert welcher in Bhutan zur Grundausstattung gehört.
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Die Festivals
Bhutan ist für seine bunten und unterhaltsamen Festivals bekannt. Die berühmtesten Festivals sind Tshechus. Tshechus sind große Veranstaltungen, bei denen ganze Gemeinden zusammenkommen, um religiöse Maskentänze zu erleben, Segnungen zu empfangen und Kontakte zu knüpfen. Zusätzlich zu den Maskentänzen gehören zu den Tshechus auch bunte bhutanische Tänze und andere Formen der Unterhaltung.
Tshechu ist eine religiöse Veranstaltung am zehnten Tag des Monats nach dem Mondkalender, der dem Geburtstag von Guru Rinpoche (Padmasambhava) entspricht. Doch der genaue Monat des Tshechu variiert von Ort zu Ort und Tempel zu Tempel.
Es wird geglaubt, dass jeder mindestens einmal eine Tshechu besuchen und Zeuge der Maskentänze sein muss, um den Segen zu empfangen und sich von seinen Sünden zu reinigen. Jeder während einer Tshechu durchgeführte Maskentanz hat eine besondere Bedeutung oder eine Geschichte hinter sich und viele beruhen bereits auf Geschichten und Begebenheiten aus dem 8. Jahrhundert, aus der Lebenszeit des Guru Padmasambhava. In Klöstern werden die Maskentänze von Mönchen durchgeführt und in abgelegenen Dörfern werden sie gemeinsam von Mönchen und Männern aus dem Dorf durchgeführt.
Zwei der nach Beteiligung und Publikum beliebtesten Tshechus im Land sind die Paro und Thimphu Tshechus. Neben den Einheimischen werden viele Touristen aus der ganzen Welt von diesen einzigartigen, bunten und aufregenden Präsentationen der traditionellen Kultur angezogen.
Darüber hinaus gibt es zahlreiche kleinere bunte Festivals, die mehr oder weniger in ihrer Thematik variieren und ebenfalls sehenswürdig sind.
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Übersicht: Bhutan Festival – Übersicht 2017
Bhutan Festival – Übersicht 2018

Ein Natürliches Paradies
Bhutan wird als ein Naturparadies beschrieben und wurde zum Teil als einer von zehn globalen Hotspots der Artenvielfalt erklärt.
Während die Welt den Verlust ihrer Ökologie beklagt taucht dieses kleine himalayanische Königreich als ein Beispiel in der internationalen Gemeinschaft mit mehr als 72 Prozent bewaldeten Landes und mit einer große Vielfalt an seltenen Pflanzen und Tieren auf.
Zwischen China und Indien eingefasst besteht Bhutan’s Landschaft auf der südlichen Seite aus subtropischen Ausläufern, der entsprechenden Klimazonen und aus schwindelerregenden Höhen von über 7.300 Metern. Die dichten Wälder die sich auch von der subtropischen bis zur gemäßigten Zone erstrecken sind Heimat von vielen seltenen und gefährdeten Tierarten wie zum Beispiel das Blaue Schaf, der Schneeleopard, der himalayanische Schwarzbär, der Goldlangur und die ziegenartigen Takine.
Viele nördliche Täler beheimaten im Winter den Schwarzhalskranich. Mit der Schönheit der majestätischen Schneegipfel und fruchtbaren Tälern, die reine und frische Luft, sauberen Lebensräumen und großen Abschnitten von jungfräulichen Wäldern ist Bhutan wahrlich eine einzigartige Welt.
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BHUTAN/ Eastern Bhutan 10/ 2006 Kulong Chu (river) ©Josef Polleross

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