Insgesamt war die Tour perfekt!

Insgesamt war die Tour perfekt. Wir hatten keine Blasen an den Füßen, kein Durchfall oder andere Beeinträchtigungen. Das Essen war durchweg ok. Wenn man in den Hütten der Alpen unterwegs ist gibt es welche, wo man sich aufs Essen freut und welche wo man sagt, daß man dort nicht mehr essen muß. Unser Träger hatte dafür ein gutes Händchen und die örtlichen Erfahrungen, daß wir uns beim Essen auf ihn verlassen konnten.

Auch bei den kurzfristigen Wetterprognosen war er gut. Dem Starkregen, dem Hagel und dem Schnee konnten wir immer so gerade eben aus dem Weg gehen.
Ja das Wetter ist ein Thema für sich, wir hatten jedenfalls Glück. Dann wenn die Sicht gut sein sollte, war sie auch gut. Da kann man schon mal Pech haben.
Die Tour an sich war so, daß man die geplanten Zeiten auch bei eher langsamem dafür pausenarmem Gehen und vieler Photopausen knapp hat unterschreiten können.

Wettertechnisch hatten wir auf das Übernachten im ABC verzichtet, was auch die folgenden Tage etwas entzerrt hat. Dafür hatten wir einen tollen Sonnenaufgang und einen blauen Himmel und gegen Abend den besagten Starkregen, dem wir so aus dem Weg gegangen sind.

Meine Frau spricht nicht von einem Urlaub sondern von einer Reise, womit sie recht hat. Körperlich war es schon sehr anstrengend, ging aber nicht über die Grenzen. Man sollte auch nicht vom Annapurna Trekking sprechen, sondern vom Annapurna Trepping sprechen Erholung war es für den Körper nicht, aber für den Geist.

Unser Tourguide ist ein intelligenter, humorvoller, respektvoller Mensch, der mit seinem Wissen glänzen konnte und seinen hervorragenden Deutschkenntnissen. Wenn jemand Ironie und Sarkasmus in einer Fremdsprache beherrscht geht es kaum besser. So konnte man sich mit ihm über die Kulturgrenzen hinaus hervorragend verständigen. Leider ging dies mit unserem Träger nicht so gut, der immer ein freundliches Lächeln im Gesicht hatte und sich auf das Abklatschen nach dem Tag oder Abschnitt freute. Träger und Guide waren ein eingespieltes Team, obwohl es ihre erste gemeinsame Tour war – Profis halt!

Hat uns etwas nicht gefallen? Es fällt uns nichts ein!

Poon Hill hätte man weglassen können, da wir die gleiche Sicht 2 Stunden später auch hatten. 2 halbe Ruhetage wären nicht schlecht gewesen, die hatten wir uns am MBC und ABC wettertechnisch ja allerdings selbst zugebilligt.

Die Gruppe eines deutschen billig-discounters hatten wir unterwegs getroffen. 30 Personen und 15 Träger und 6 Guides sowie Koch und Zeltmannschaft wären nicht unser Ding gewesen. Wir waren zu zweit. 6 Personen ist vielleicht die ideale Zahl zuzüglich 3 Träger und 1 Guide.

Wir haben in Pokhara 1 Tag und in Kathmandu 2 Tage verlängert, so konnten wir selbst etwas unternehmen, was nach der perfekten Betreuung durch das örtliche Team in Pokhara und Kathmandu auch eine Abwechslung war.

Vielleicht folge ich dem Rat meiner Ärztin und nehme das Everest Base Camp im nächsten Jahr in Angriff. Geo Discovery ist da die erste Adresse für mich.

Gabriele und Rüdiger

 


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