Lukla – Gokyo – Cho La – Eversest Base Camp – Kala Patar – Tengboche – Lukla

Es war mir vergönnt, eine dreiwöchige Trekking Tour im Khumbu-Gebiet miterleben zu dürfen. Die einzigartig schönen Eindrücke dieser Tour werden für mich unvergesslich bleiben. Schon allein das „live“-Erlebnis der Sherpakultur macht diese Reise zu einem „Muss“! Man kennt die Gebetsfahnen, Stupas und das Tengboche-Kloster zwar aus  Fernsehreportagen, aber das reale Empfinden vor Ort ist einfach nicht ins heimische Wohnzimmer zu vermitteln. Da ich mich eher als Kulturbanause bezeichnen würde, war es für mich nicht verwunderlich, dass mich die dortige Natur in all ihren Facetten der Schöpfung noch viel mehr beeindruckt hat als alles andere. Allen voran die verschiedenen Perspektiven auf den höchsten Berg unserer Erde, den 8848m hohen Mount Everest.

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Der tägliche Wetterverlauf während meiner Tour unterlag übrigens einer gewissen Regelmäßigkeit: Die Morgen glänzten mit wolkenlosem Himmel und Sonnenschein. Im Laufe des Vormittags bildeten sich dann mehr und mehr Quellwolken und nachmittags zog es sich meistens wieder ganz zu und begann in höheren Lagen leicht zu schneien. Irgendwann nach Mitternacht waren die Wolken dann wieder komplett verschwunden und hatte einen extrem klaren und hellen Sternenhimmel  zur Folge.

Schon während der ersten 14 Tage meiner Tour gab es immer wieder mal für ein paar Stunden Blickkontakt zum Everest . Unwahrscheinlich schöne und ergreifende Momente, diesen Berg der Berge in Realität vor den Augen zu haben.

Am Ende des Khumbutals erreichte ich schließlich in 5140m Gorak  Shep, das höchstgelegene Dorf in der Khumburegion. Von dort aus sind es dann auch nur noch wenige Fußstunden in das direkt auf dem legendären Khumbugletscher  gelegene  Everest Basecamp.

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Aufstieg zum Kala Patar, mit 5545m auch Scheitelpunkt meiner 3-wöchigen Tour, und die verlockende Aussicht auf den nun  fast zum Greifen nahen Mount Everest.

Durch eine kleine Erkältung leicht geschwächt, musste ich mich zwar eher mehr auf den Gipfel schleppen, aber die Aussichten dort oben und schon während des Aufstiegs haben mich mehr als belohnt. Den Moment, an dem die Sonne genau hinter dem Everest aufging werde ich nie vergessen. Ich stand einige Minuten ganz ehrfürchtig mit völlig gebanntem Blick nach Osten einfach nur staunend da.

Am Gipfel des Kala Patars angelangt wurde ich dann mit der schönsten nur vorstellbaren Aussicht auf den Everest belohnt und das nur ca. 5 Kilometer Luftlinie vom höchsten Berg der Erde getrennt. Die wärmenden Sonnenstrahlen und ein heißer Tee taten nun ihr Übriges, um diese Momente zu den beeindruckendsten meines Lebens werden zu lassen. Ich saß einfach nur mit gebanntem Blick Richtung Everest da oben und hab dieses Bild und die Emotionen regelrecht in mich eingesaugt und eingeatmet.

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Der Mount Everest überragt einfach alles andere um Weiten und diese Mischung aus schwarzem Fels, Schnee und blau schimmerndem Eis in diesen Dimensionen und der strahlend tiefblaue Himmel suggerierten mir wahrlich außerirdische Züge. Meine tiefe und innere Begeisterung, welcher dieser Anblick in mir auslöste, kannte keine Grenzen.

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