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Tansania – Beste Entscheidung meines Lebens

Soll ich oder soll ich nicht? Zu Corona-Zeiten? Und dann noch alleine?

Die Besteigung des Kilimandscharo stand schon ewig auf meiner „Bucket List“. Und wie das Leben uns alle in der letzten Zeit lehrte, können Pläne und Wünsche von heute auf morgen über den Haufen geworfen werden und es bleiben Wünsche und Träume.

Der erste Urlaub seit über einem Jahr – jetzt wollte ich nichts mehr anbrennen lassen: und habe mich für die Reise nach Tansania entschieden! Mit ganz viel Herzklopfen…

…und es war die beste Entscheidung meines Lebens! Und der Traumurlaub noch viel schöner als erträumt.

Der Rote Faden dieser 14 Tage war das Lachen und die Herzlichkeit aller Menschen, die ich getroffen habe. Nicht nur „mein“ Team sondern sämtliche Träger und  Guides sowie die Hotelangestellten hatten immer ein „Jambo“ und ein, zwei kurze Fragen und Sätze parat. Dieses Strahlen der Menschen ging mitten ins Herz und ich habe mich so willkommen gefühlt.

Auch der Ablauf und die Organisation waren perfekt. Mein komfortables Zelt war bei meiner Ankunft in den Camps immer aufgebaut, das Essen hervorragend (auch wenn die gegessene Menge kritisch mit „Did you eat enough?“ und „Are you really full?“ geprüft wurden), warmes Waschwasser und heißes Teewasser kamen direkt nach Ankunft und die angegebenen Zeiten wurden immer eingehalten.

Das Hotel in Arusha war wunderbar und eine Oase. Am Ruhetag konnte ich hier meine Seele baumeln lassen und mich auf die nächste Tour vorbereiten.

Meine erste Tour – der Gipfel des Mount Meru – war perfekt. Der Aufstieg durch den Arusha Park war schon ein Erlebnis. Begleitet durch einen Ranger war das absolute Highlight der Gang mitten durch eine Herde Giraffen. Und der Schock, als ein Warzenschwein plötzlich aus dem Gebüsch an uns vorbei schoss (sehr zur Freude meines Guides und des Rangers).

In der Ferne war der Mount Kilimandscharo zu sehen: mal im Dunst, mal ganz klar und am wunderschönsten beim Sonnenaufgang vom Socialist Peak auf 4.566 Metern aus.

Die Besteigung des höchsten Bergs Afrikas war dann die zweite Etappe. Los ging es durch den Regenwald – im Dunst und mit den Geräuschen der Vögel und Affen sehr abenteuerlich und aufregend.

Aber schon an Tag drei waren wir im „Vulkan-Gebiet“. Hier war es sehr surreal. Das Lavagestein, die Vulkanasche und eine unglaubliche Stille. Und vor uns der Gipfel. Die Spannung und Aufregung stieg von Tag zu Tag und dann war sie endlich da, die Nacht des Aufstiegs.

Wie kann man 6 Stunden Wanderung durch absolute Dunkelheit durchhalten? Vor allem, wenn man schon so viele Höhenmeter in den Beinen hat? Ganz einfach: indem man den Kopf ausschaltet, seinem Guide vertraut und ihm folgt!

Mein Guide Brighton – dem ich auch durch die Hölle folgen würde – brachte mich pünktlich zum Sonnenaufgang aufs Gipfelplateau. Ich weiß nicht, was ich erwartet habe oder wie ich mir den Gipfel vorgestellt habe. Es war auf alle Fälle viel schöner! Unglaublich und unbeschreiblich. Und ja: ich bin erstmal in Tränen ausgebrochen!

Alle Fragen warum ich mir das antue, warum ich mit Mitte 50 in einem Zelt schlafe und warum ich auf den europäischen Standard von Sanitäranlagen verzichte waren mit einem Schlag beantwortet. Genau für diesen Ausblick!

Jetzt nach fast zwei Wochen trage ich dieses Glücksgefühl immer noch in mir und habe ein großes Stück Afrika in meinem Herzen. Und jedem, der vom Uhuru Peak träumt kann ich nur raten: mach es!!!


https://www.geodiscoverytours.com/produkt/meru-und-kilimandscharo-trekkkig/

Heidi L.